Die Hauptsymptome der Depression sind eine pathologisch gesenkter Stimmung und eine Beeinträchtigung der Bewältigung von Alltagsanforderungen. Die Symptome der Depression und die Ansätze zu ihrer Behandlung stimmen in vielerlei Hinsicht mit denen von Angststörungen überein, einschließlich Panikstörung, Soziophobie und anderen schweren Phobien, Angststörung, posttraumatischer Belastungsstörung und Zwangsstörung. Schwere Stimmungsstörungen können mit psychotischen Symptomen einhergehen, d.h. Wahn und Halluzinationen, die in der Regel dem emotionalen Hintergrund entsprechen. Andererseits werden Psychosen oft von affektiven Störungen begleitet oder lösen sie sekundär aus. Diese Ähnlichkeit der Symptomatik bei unterschiedlichen Störungen kann zu Fehlern in Diagnose und Behandlung führen.

Zukunftsaussichten

Affektive und Angststörungen bleiben die häufigsten psychischen Erkrankungen, wobei die Ätiologie vieler von ihnen nach wie vor unbekannt ist. Einige dieser weit verbreiteten Störungen können von psychotischen Manifestationen begleitet werden. Die sozialen Kosten affektiver und Angststörungen sind enorm und manifestieren sich in wirtschaftlichen Verlusten aufgrund von Morbidität, Invalidität und vorzeitigem Tod. In den letzten Jahren hat es in der Diagnose und Behandlung der wichtigsten affektiven Störungen einen gewissen Fortschritt gegeben, der mit der Entwicklung neuer, besser verträglicher Medikamente zusammenhängt. Dennoch werden die meisten Fälle von Depression und bipolarer Störung, wenn überhaupt, erst Jahre nach Beginn der Erkrankung diagnostiziert; dabei werden viele Patienten falsch behandelt. Daher erscheint der Bedarf an neuen, die Stimmung beeinflussenden Medikamenten offensichtlich.

Einige Kategorien von Depressionspatienten sind besonders häufig von falscher Untersuchung und Behandlung betroffen. Dazu gehören Kinder, ältere Menschen, Patienten mit bipolarer Störung sowie schwere, psychotische und chronische Formen der Depression. Die Entwicklung einer wirksamen und kostengünstigen Behandlungsmethode für ambulante Depressionspatienten stellt ebenfalls eine Herausforderung dar. Obwohl diese Patienten zahlreich sind, in der Regel gut auf die Behandlung ansprechen und die Hauptverbraucher von Antidepressiva sind, reagieren sie auch häufiger auf Placebo oder andere unspezifische Therapien.

Das Haupthindernis auf dem Weg zur Entwicklung neuer, die Stimmung beeinflussender Medikamente ist das Fehlen zuverlässiger, theoretisch fundierter Ausgangspunkte für diese Arbeit, abgesehen von der Duplizierung oder Modifizierung bereits vorhandener Medikamente. Dieses Problem hängt in erster Linie damit zusammen, dass trotz jahrzehntelanger wichtiger und fruchtbarer Forschung unser Verständnis der Pathophysiologie, geschweige denn der Ätiologie, von Depression, bipolarer Störung und weit verbreiteten Angststörungen immer noch unzureichend ist. Es ist durchaus möglich, dass die Depression eine heterogene Gruppe von Erkrankungen unterschiedlicher Schwere darstellt – von relativ leichten, selbstlimitierenden Störungen, die dem alltäglichen Stress verwandt sind, bis hin zu extrem schweren, psychotischen, invalidisierenden Zuständen, die zum Tod führen können. Es bleibt nach wie vor äußerst schwierig, die Entwicklung von Antidepressiva mit neuen, nicht mit der Beeinflussung zentraler monaminerger Systeme, insbesondere des adrenergen und serotonergen Systems, zusammenhängenden Wirkmechanismen theoretisch zu begründen. Dies erschwert die Suche nach neuen pharmakologischen Zielstrukturen bei affektiven Störungen erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Welche Medikamente werden zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen eingesetzt?

Zur Behandlung von Depressionen kommen Antidepressiva zum Einsatz, während bei Angststörungen auch Benzodiazepine, Azapirone und andere Tranquillizer verwendet werden.

Wie wirken Antidepressiva?

Die Wirkung der meisten Antidepressiva hängt mit ihrer Beeinflussung des Stoffwechsels der Neurotransmitter Noradrenalin und Serotonin sowie deren Rezeptoren zusammen.

Welche Formen der Stimmungsstörungen gibt es?

Neben der unipolaren Depression treten auch Manien, gemischte Zustände und der Wechsel zwischen depressiven und manischen Episoden (bipolare Störung) auf.

Wie werden Manien behandelt?

Manien, einschließlich leichterer Formen (Hypomanie), werden mit Neuroleptika, Lithium oder antiepileptischen Mitteln behandelt. Gelegentlich wird die Behandlung durch kurzzeitige Gabe eines potenten Tranquillizers und eine langfristige Erhaltungstherapie mit Normothymika ergänzt.

Welche Patienten sind besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, Patienten mit bipolarer Störung sowie Patienten mit schweren, psychotischen und chronischen Depressionsformen.

Warum ist die Entwicklung neuer Medikamente so schwierig?

Der Hauptgrund ist das unzureichende Verständnis der Pathophysiologie und Ätiologie von Depressionen, bipolaren Störungen und weit verbreiteten Angststörungen, was die Suche nach neuen pharmakologischen Zielstrukturen erheblich erschwert.

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