Xenon ist ein inertes Gas (ähnlich wie Helium), das 0,000009% der Atmosphärenluft ausmacht. Es wurde 1898 als eines der letzten Elemente des Periodensystems entdeckt. Xenon weist eine ausgeprägte biologische Aktivität auf, wird in der Praxis jedoch hauptsächlich als Inhalationsnarkose eingesetzt. In Russland kann man Inhalationskuren in vielen Sanatorien im Rahmen der Behandlung von Stressstörungen erhalten. Für die Behandlung wird medizinisches Xenon der Marke „XeMed“ verwendet, das von der Föderalen Dienststelle für die Aufsicht im Gesundheits- und Sozialwesen zugelassen ist (Nr. FS 2010/227 vom 17.06.2010).

Im Sport erlangte Xenon nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi Bekanntheit, als bekannt wurde, dass russische Athleten Xenon-Inhalationen zur Stimulierung der Blutbildung (Verbesserung des Sauerstofftransports) und zur Steigerung der Ausdauer einsetzen.

Wirkungen

Xenon-Inhalationen:

  • Verstärken die Bildung von Erythropoetin und infolgedessen die aerobe Ausdauer
  • Wirken antihypoxisch (Schutz vor Hypoxie in Hochgebirgslagen)
  • Schützen Gewebe vor Kälteeinwirkung
  • Haben neuroprotektive Wirkung
  • Verbessern die Stimmung und erhöhen die Anpassungsfähigkeit des Menschen an hohe körperliche und psychische Belastungen sowie ungünstige Umweltfaktoren
  • Werden zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt

Mechanismus der Wirkung

Xenon aktiviert die Produktion des Proteins Hif-1 alpha, einem Transkriptionsfaktor. Hif-1 alpha startet die Synthese vieler anderer biologisch aktiver Proteine, einschließlich Erythropoetin (EPO). Im Sport werden auch Erythropoetin-Präparate und Hif-1 alpha-Stabilisatoren eingesetzt (Verbindungen, die Hif-1 vor Zerstörung schützen).

In hohen Dosen wirkt Xenon auch als Anästhetikum: Es hemmt die Aktivierung ionotroper Rezeptoren – der Glutamat-NMDA-Rezeptoren.

Anwendung im Sport

Laut einem Leitfaden des Staatlichen Forschungsinstituts des Verteidigungsministeriums (2010) wird empfohlen, Xenon-Inhalationen vor Wettkämpfen zur Regulierung von Schlafstörungen und Beschleunigung der körperlichen Erholung einzusetzen. Eine 50:50-Mischung aus Xenon und Sauerstoff wird über mehrere Minuten vor dem Schlaf inhaliert. Die Wirkungsdauer beträgt 48-72 Stunden. Die Inhalationen werden alle paar Tage sowie unmittelbar vor dem Wettkampf wiederholt.

Xenon-Inhalationen in Sotschi

Laut Informationen des deutschen Fernsehsenders WDR besteht der Verdacht, dass viele russische Athleten bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi und 2010 in Vancouver Xenon-Inhalationen in pharmakologisch wirksamen hohen Konzentrationen als sogenannte „Sauerstoffcocktails“ zur Leistungssteigerung einsetzten.

Laut internationalen Studien stimulieren Xenon-Inhalationen die Produktion von Erythropoetin im Körper. Die Verwendung von Xenon kann derzeit durch Dopingtests nicht nachgewiesen werden.

Dopingstatus

Im Mai 2014 verbot die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) die Verwendung von Argon- und Xenon-Inhalationen im Sport, obwohl bislang keine Dopingtests dafür entwickelt wurden. Diese Gase verursachen keine spezifischen Veränderungen im Körper und werden innerhalb weniger Minuten spurlos ausgeschieden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Xenon?

Xenon ist ein inertes Gas, das 0,000009% der Atmosphärenluft ausmacht. Es wurde 1898 als eines der letzten Elemente des Periodensystems entdeckt.

Wie wird Xenon im Sport eingesetzt?

Xenon-Inhalationen werden im Sport zur Stimulierung der Blutbildung (Verbesserung des Sauerstofftransports) und zur Steigerung der Ausdauer eingesetzt.

Welche Wirkungen hat Xenon?

Xenon-Inhalationen verstärken die Bildung von Erythropoetin, wirken antihypoxisch, schützen Gewebe vor Kälte, haben neuroprotektive Wirkung, verbessern die Stimmung und Anpassungsfähigkeit und werden zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt.

Wie funktioniert die Wirkungsweise von Xenon?

Xenon aktiviert die Produktion des Proteins Hif-1 alpha, einem Transkriptionsfaktor. Hif-1 alpha startet die Synthese vieler anderer biologisch aktiver Proteine, einschließlich Erythropoetin. In hohen Dosen wirkt Xenon auch als Anästhetikum.

Wie wird Xenon im Sport angewendet?

Laut einem Leitfaden wird Xenon vor Wettkämpfen zur Regulierung von Schlafstörungen und Beschleunigung der Erholung eingesetzt. Die Inhalationen erfolgen über mehrere Minuten vor dem Schlaf und werden alle paar Tage sowie vor dem Wettkampf wiederholt.

Wie wurde Xenon bei den Olympischen Spielen in Sotschi eingesetzt?

Es besteht der Verdacht, dass viele russische Athleten bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi und 2010 in Vancouver Xenon-Inhalationen in hohen Konzentrationen zur Leistungssteigerung einsetzten. Xenon-Inhalationen stimulieren die Produktion von Erythropoetin und können derzeit nicht durch Dopingtests nachgewiesen werden.

Welchen Dopingstatus hat Xenon?

Im Mai 2014 verbot die WADA die Verwendung von Argon- und Xenon-Inhalationen im Sport, obwohl bislang keine Dopingtests dafür entwickelt wurden. Diese Gase verursachen keine spezifischen Veränderungen im Körper und werden schnell ausgeschieden.

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