Melatonin – das Schlafhormon

Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert und eine Vielzahl zusätzlicher Wirkungen hat. Es wird auch als Schlafhormon bezeichnet. Es wird in Tabletten oder Kapseln eingenommen, um das Einschlafen zu erleichtern und den „inneren Taktgeber“ bei langen Reisen anzupassen. Seine positive Wirkung beim Abnehmen ist erwiesen, und es wurden auch antioxidative und krebshemmende Effekte nachgewiesen.

Melatonin kommt nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren, Pflanzen, Würmern und Mikroorganismen vor. Eine Studie von Maria Tosche im Jahr 2014 zeigte, dass Melatonin eines der ältesten Hormone ist, das die Zyklen vieler Lebewesen vor 700 Millionen Jahren regulierte. Wissenschaftler glauben, dass der menschliche und tierische Schlaf-Wach-Rhythmus von ozeanischen Vorfahren geerbt wurde, die unter dem Einfluss dieses Hormons tagsüber an die erwärmte Oberfläche aufstiegen und nachts tiefer tauchten.

Wirkungen von Melatonin

Viele Wirkungen von Melatonin werden durch die Interaktion mit Melatoninrezeptoren (MT1, MT2) vermittelt, während andere Wirkungen mit seiner antioxidativen und verjüngenden Wirkung zusammenhängen. Besondere Bedeutung hat die Fähigkeit von Melatonin, die nukleäre und mitochondriale DNS zu schützen.

Zu den wichtigsten Wirkungen von Melatonin mit solider Beweislage gehören:

  • Wiederherstellung des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Verbesserung der Stimmung und des psychischen Zustands
  • Antistress-Effekt
  • Normalisierung des Blutdrucks
  • Verlangsamung des Alterungsprozesses und Verlängerung der Lebensdauer
  • Stärkung des Immunsystems
  • Antioxidative Wirkung
  • Krebshemmende Wirkung
  • Linderung einiger Kopfschmerzen
  • Förderung der Knochenstärkung

Melatonin im Sport

Melatonin ist an der Regulierung des Körpergewichts beteiligt und es gibt Hinweise darauf, dass es den Fettanteil im Körper senken und Fettleibigkeit vorbeugen kann (insbesondere in Kombination mit Kalzium). Melatonin senkt den oxidativen Stress nach dem Training, verbessert den Schlaf und beschleunigt die Erholung, was für Bodybuilding und Kraftsport von großer Bedeutung ist.

Melatoninsupplemente

Melatoninpräparate sind in den USA, Kanada und Russland rezeptfrei erhältlich und werden als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft, während sie in einigen Ländern (z.B. Deutschland) verschreibungspflichtig sind. Die Dosierung variiert je nach Anwendungszweck, sollte aber in der Regel 1-5 mg pro Tag nicht überschreiten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Melatonin?

Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert und weitere Funktionen im Körper erfüllt.

Wie wirkt Melatonin?

Melatonin entfaltet seine Wirkungen über die Interaktion mit Melatoninrezeptoren (MT1, MT2) sowie durch antioxidative und verjüngende Eigenschaften. Es schützt die Zell-DNA und hat u.a. positive Effekte auf Schlaf, Stimmung, Blutdruck, Immunsystem und Knochengesundheit.

Wie wird Melatonin im Körper gebildet?

Melatonin wird im Körper aus Serotonin unter Einwirkung des Enzyms N-Acetyltransferase gebildet. Die Produktion unterliegt einem zirkadianen Rhythmus und wird durch Licht gesteuert.

Wo kommt Melatonin natürlich vor?

Melatonin kommt nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren, Pflanzen, Würmern und Mikroorganismen vor. Insbesondere in Reis sind nennenswerte Mengen enthalten.

Welche Anwendungsgebiete hat Melatonin?

Melatonin wird hauptsächlich zur Verbesserung des Schlafs und Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus eingesetzt. Darüber hinaus zeigt es positive Wirkungen auf Stimmung, Blutdruck, Knochenstoffwechsel und hat antioxidative sowie krebshemmende Eigenschaften.

Wie wird Melatonin als Nahrungsergänzung eingenommen?

Melatoninpräparate sind in den meisten Ländern als rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Die übliche Tagesdosis liegt bei 1-5 mg, sollte aber individuell angepasst werden.

Gibt es Nebenwirkungen von Melatonin?

Melatonin wird im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden. Bei längerfristiger Einnahme können Wechselwirkungen mit anderen Hormonen auftreten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert